Schottland & Island 2024 - Route & Mein Schiff 3
Vom 20. Mai 2024 bis zum 01. Juni 2024 reiste ich mit meinen Eltern und Großeltern auf der Mein Schiff 3 nach Schottland und Island. Die Route führte uns zunächst nach Kirkwall (Orkney-Inseln), bevor wir dann die drei isländischen Häfen Seyðisfjörður, Akureyri und Reykjavík erreichten. Im Anschluss ging es wieder zurück nach Schottland, an den Hafen von Invergordon.

Reiseroute

Pooldeck

Theater
Kirkwall & Weiterfahrt nach Island
Das schottische Kirkwall war der erste Hafen unserer Reise. Meine Eltern besichtigten das lokale Steinzeitdorf, meine Großeltern und ich durchfuhren die weitläufige Graslandschaft der Orkney-Inseln per Bus und besichtigten die italienische Kapelle sowie einige Steinkreise, die eine Art Stonehenge im Mini-Format darstellten. Bei unserer anschließenden Weiterfahrt nach Island passierten wir erfolgreich die Färöer-Inseln, wo spannenderweise eine "medizinische Notausschiffung" einer Passagierin per Helikopter stattfand. Am Abend des zweiten Seetages nach Seyðisfjörður aßen wir im exquisiten "Surf & Turf" Steak-Restaurant, wo ich Schnecken und Rinderfilet speiste. An Seetagen lassen sich die Mittage hervorragend nutzen, um vom vielfältigen Brettspiel-Angebot Gebrauch zu machen.
Seyðisfjörður
Angekommen auf Island begannen wir mit einer sehenswerten Wanderung durch die landschaftliche Umgebung des winzigen Fischerdorfes Seyðisfjörður, wo unser Schiff mangels eines Anlegeplatzes tendern musste. Vorbei kamen wir an zahlreichen größeren und kleineren Wasserfällen, vor allem beeindruckten jedoch die unberührte Natur und die Idylle, die wir mangels großen Personenaufkommens spürten.
Am finalen Highlight der Tour, einem schönen Aussichtspunkt auf einem riesigen Gesteinsfelsen, bot sich die Gelegenheit eines 360°-Rundumblicks über die gesamte Gegend, mit hervorragendem Blick auf das durch Gletscher geformte U-Tal, an dem Seyðisfjörður liegt.
Akureyri
Weiter ging die Reise nach Akureyri, im Norden Islands. Dort nahmen wir an einer umfangreichen Tour mit vier vielfältigen Highlights des isländischen Nordens, rund um den See Mývatn teil:
1. Der Wasserfall Goðafoss
2. Pseudokrater von Skútustaðir
3. Lava-Formationen Dimmuborgir
4. Schwefelquellen beim Gebirgspass Námaskarð
Alle vier Ziele waren überaus sehenswert und mit dem Reisebus leicht zu erreichen. Bei der Tour gab es außerdem ein leckeres dreigängiges Mittagessen im bekannten Fosshótel Mývatn. Ein ausdrückliches Lob gebührt unserer Guidin Margret Jónsdóttir, die als Deutschlehrerin perfektes Deutsch sprach und uns viele spannende Einblicke geben konnte.
Um einen besseren Einblick in die sehenswerten Landschaften im Norden Islands zu bekommen, gibt es Videomaterial von den Lava-Formationen in Dimmuborgir und den Schwefelquellen bei Námaskarð. Am Abend des Tages in Akureyri begaben wir uns in die Schiffs-Disco, der "Abtanz-Bar", zu einem Cocktail.

Dimmuborgir
Schwefelquellen bei Námaskarð
Die Mein Schiff 3 bei Nacht
Tief in der Nacht gelang mir ein vollständiger Rundgang durch die menschenleere Mein Schiff 3.
Reykjavík
An unserem ersten Tag in Reykjavík bestritten wir eine Panoramafahrt durch die Stadt mit mehreren Stopps. Zuerst überblickten wir die Stadt auf einer Aussichtsplattform, danach besichtigten wir die berühmte Hallgrímskirkja, bevor wir wieder zurück zum Schiff fuhren.
An unserem zweiten Tag in Reykjavík begaben sich meine Eltern und ich auf eine deutlich längere Tour zur Besichtigung des isländischen Südens, das Gebiet rund um den Vulkan Eyjafjallajökull. Während unserer Busfahrt durchquerten wir die einzigartige isländische Landschaft, viele dampfende Quellen sowie den Vulkan Hekla. Unser erster Stopp führte uns ins kleine Dorf Skógar, welches lediglich 25 Einwohner*innen fasst. Von dort aus war es ein kurzer Weg bis zum spektakulären Skógafoss, welchen man einerseits von unten, aber auch nach einem langen Aufstieg über unzählige Treppenstufen von oben, bestaunen konnte. Im Anschluss hielt sich die Reisegruppe im Museum des Dorfes Skógar auf, wo kleine, traditionelle Häuser und Fischerboote besichtigt werden konnten. Unser zweiter Stopp führte uns zum nächsten Wasserfall, dem Seljalandsfoss. Über einen schmalen, abenteuerlichen Weg konnte man sogar hinter ihn laufen.
Angebote auf der Mein Schiff 3
An den Seetagen sind die zahlreichen Angebote auf dem Schiff von großer Bedeutung. So besuchten wir an fast jedem Tag die Abendshow im Theater, wo Gesang, Tanz und Akrobatik zu sehen waren. Außerdem erfreuten wir uns sehr über die zwei Auftritte des Anwalts Stephan Lucas, der bereits häufig in den Gerichtsshows von Richter Alexander Hold und Ulrich Wetzel auftrat und somit als echter "Bord-Promi" bezeichnet werden kann. Neben dem Entertainment-Programm wird auch kulinarisch ausgezeichnet für einen gesorgt. Als Suitengäste hatten wir beispielsweise Zugang zur X Lounge, wo wir gelegentlich speisten. Zudem aßen wir in allen drei Spezialitäten-Restaurants sowie sehr häufig in den beiden Atlantik-Restaurants und im Buffet-Restaurant. Ein großes Highlight war die Feier zur Überquerung des nördlichen Polarkreises, als ein riesiges Dessert-Buffet an Deck aufgebaut wurde.
Invergordon
Nach zwei erholsamen Seetagen kamen wir zu unserem letzten Hafen in Schottland: Invergordon. Dort besuchten wir den See "Loch Ness" und das Urquhart Castle, eine sehenswerte Ruine am See. Am Ende des Ausflugs tauschten wir meinen Vater durch unseren sympathischen Guide Jamie aus.
Fazit
Die Schiffreise nach Schottland und Island ist rundum empfehlenswert. Vor allem ist Island ein überaus sehenswertes Reiseziel, das jede*r einmal gesehen haben sollte. Mit ganzen drei Häfen gelingt ein idealer Rundumblick durch das ganze Land, sodass man die wichtigsten Orte des Landes besichtigen kann. Trotzdem bietet Island eine solch große Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, dass man immer wieder kommen kann, ohne dass es eintönig wird. Island kann als ein wahres Wunder der Natur bezeichnet werden.
Schottland war dabei eine ideale Ergänzung zu Island, mit ebenfalls schöner, charakteristischer und einzigartiger Natur. Bei der Reise geht man dem Massentourismus weitgehend aus dem Weg, Schottland und Island sind weitläufige und idyllische Reiseziele, bei denen die Natur und die Kultur im Vordergrund stehen.
Das Schiff ist das ideale Reisemittel, um Schottland und Island zu besichtigen, weil man sehr bequem und unumständlich an viele Orte gelangen kann. Durch die Buchung organisierter Landausflüge ist das ideale Reiseerlebnis in Sicht. Aufgrund des unbeständigen Wetters, welches für die Region üblich ist, kann man jedoch mit überfüllten Innenräumen des Schiffs, aber mit einer angenehmen Leere an Deck rechnen.














































