Adria 2025
Vom 07.09.2025 bis zum 21.09.2025 reiste ich mit meinen Eltern und Großeltern auf der Mein Schiff 6 durch die Adria. Wir legten von Triest aus an sieben verschiedenen Häfen an und besuchten im Laufe der Reise sieben verschiedene Länder, nämlich Italien, Montenegro, Griechenland, Albanien, San Marino, Slowenien und Kroatien.

Reiseroute

Mein Schiff 6 (Ravenna)

Kabine
Die Mein Schiff 6
Die Vielfalt der Angebote auf der Mein Schiff 6 ist gewaltig, sodass man sich auch an den Seetagen ausgiebig beschäftigen kann. Oftmals fehlt sogar die Zeit, alle Angebote, die man wahrnehmen möchte, zeitlich einzubinden. Von Showprogramm über Restaurants und Bars ist nahezu jederzeit die gewünschte Verpflegung gewährleistet. Eines Nachts gelang mir sogar ein vollständiger Rundgang durch das gesamte Schiff, wobei man alle Decks sehen kann.
Kotor
Der erste Hafen der Reise war das montenegrinische Kotor, welches am Ende der malerischen Bucht von Kotor, welche auch als südlichster Fjord Europas bezeichnet wird, liegt. Neun Tage später lag das Schiff erneut in Kotor, doch nur beim ersten Anliegen begaben wir uns an Land. Dabei fuhren wir zuerst mit dem Bus über einen engen Serpentinenweg zu einem Aussichtspunkt auf die Bucht von Kotor, ehe wir ins Bergdorf Njeguši, in die ehemalige Hauptstadt Cetinje und in die Küstenstadt Budva weiterfuhren. Am Ende der Tour durchliefen wir mit der Guidin die Altstadt Kotors, bevor wir mit Tenderbooten zurück auf das Schiff gelangten. Neun Tage später, bei unserem zweiten Aufenthalt in Kotor, konnte man das Panorama der wunderschönen Bucht vom Schiff aus bestaunen.
Korfu
Die zweite Destination der Reise war die Insel Korfu, die zu Griechenland zählt. Aufgrund der geographischen Nähe war von dort aus ein Ausflug nach Albanien möglich. Dennoch besuchten wir Korfu mittels einer Stadtrundfahrt.
Albanien
Saranda
Das eigentliche Ziel des Tages in Korfu war die Ausgrabungsstätte Butrint in Albanien. Mit dem Tragflügelboot konnte man von Korfu nach Saranda gelangen, von wo man nach Butrint fahren kann.
Butrint
White Night Pool Party
An zwei Abenden der Reise fand die sogenannte "White Night Pool Party" auf dem Pooldeck statt. Zwar eignet sich das Pooldeck nur bedingt für eine musikalische Party, doch das riesige Dessert-Buffet war ein großes Highlight.
Ravenna
San Marino
Vom nächsten Hafen in Ravenna aus, reisten wir nach San Marino, ein besonders spektakuläres Reiseziel mit einer besonders beeindruckenden Altstadt. Nach einer ausgiebigen Führung durch die Altstadt mit unserem Guide, hatten wir in unserer frei verfügbaren Zeit noch ausreichend Gelegenheit, die zwei typischen Sehenswürdigkeiten "Torre 1" und "Torre 2" zu besichtigen. Diese thronen über der Stadt, sodass man von dort aus einen spektakulären Ausblick über das angrenzende Flachland Italiens bis nach Rimini genießen kann.

Showprogramm auf dem Schiff
Das "Spooktakel"
Mit dem umfangreichen Bordprogramm war man nahezu jederzeit bestens versorgt. Vor allem die großen Shows im Theater waren sehenswert. Besonders herausragend war das sogenannte "Spooktakel", eine schaurige Horror-Show mit dem Conférencier Tobias Roloff und dem vierköpfigen Tanz-Ensemble des Schiffes. Besonders Tobias Roloff ist exzessiv zu loben, denn sein schauspielerisches Talent perfektionierte die Show. Auch seine beiden Lesungen waren über die Maße unterhaltsam und sehenswert.
Zadar & Plitvicer Seen
Mit dem Hafen in Zadar erreichten wir nun erstmals kroatisches Staatsgebiet. Von dort aus fuhren wir in die Bergregion des Hinterlandes, nahe zur Grenze mit Bosnien & Herzegowina. Dort liegt der Nationalpark Plitvicer Seen, den wir im Folgenden besuchten. Auf einem unebenen Holzsteg mit vielen unübersichtlichen Stufen konnte man die dicht bewachsene Natur tiefgründig erleben und das klare, türkisfarbene Wasser betrachten. Vielerorts kreuzten größere und kleinere Wasserfälle unseren Weg.
Kroatische Folklore
Während unserer Mittagspause an den Plitvicer Seen, überraschte uns die kroatische Folklore-Gruppe "Korana Zagreb" mit unterhaltsamen Performances und toller kroatischer Musik.

Triest, Höhlen von Postojna & Höhlenburg Predjama
Mit der Ankunft in Triest war der erste Teil der Reise vorbei. Da wir jedoch zwei aufeinanderfolgende Reisen kombinierten, hatten wir noch weitere sieben Tage vor uns, ehe wir erneut Triest erreichten. Aufgrund der geographischen Nähe konnten wir von hier aus einen Ausflug in die Grotten von Postojna in Slowenien machen. Das 24 Kilometer lange Höhlensystem ist touristisch sehr gut erschlossen. Die ersten zwei Kilometer werden mit einer eigens dafür installierten Höhlenbahn zurückgelegt, bevor es zu Fuß weiter durch die vielen verschiedenen Säle mit atemberaubenden Stalagmiten-, Stalagtiten- und Stalagnaten-Formationen geht. Nachdem wir das Höhlensystem im Anschluss an die geführte Tour darin wieder verließen, hielt der Bus für einen Fotostopp an der Höhlenburg Predjama.

Manchmal kommt es während einer Kreuzfahrt vor, dass eine medizinische Notausschiffung stattfinden muss, nämlich dann, wenn es einen medizinischen Notfall an Bord gibt und der/die Patient*in nicht mehr im Bordhospital versorgt werden kann. Nachdem wir solch einen Vorgang erstmals bei unserer letztjährigen Kreuzfahrt erlebten, als eine Passagierin auf dem Weg nach Island mit dem Helikopter in ein Krankenhaus auf den Färöer-Inseln überliefert werden musste, geschah ein ähnlicher Vorgang auch dieses Mal. Auf dem Weg nach Bari musste das Schiff seinen Kurs auf halbem Weg ändern und auf die Küste vor Zadar zusteuern, damit ein Passagier mit dem Schnellboot in ein nächstgelegenes Krankenhaus gebracht werden konnte.
Dubrovnik
Nachdem wir Bari zu einem Ruhetag erklärten und nicht von Bord gingen, stand der nächste Ausflug im südkroatischen Dubrovnik an. Zunächst fuhren wir mit der Seilbahn auf den Hausberg Srđ, von wo man die gesamte Stadt überblicken konnte. Des Weiteren ist von dem dortigen Aussichtspunkt ein hervorragender Blick ins Dreiländereck mit Montenegro und Bosnien & Herzegowina möglich. Nach unserer Ankunft im Tal, ging es auf einen geführten Stadtrundgang in die völlig überfüllte Altstadt von Dubrovnik.
Split & Krka-Nationalpark
Nach unserem zweiten Stopp in Kotor war Split der letzte Hafen der Kreuzfahrt. Von dort ging es in Richtung der Stadt Šibenik, in deren Nähe der Krka-Nationalpark liegt. Auf einem Holzsteg konnte man den gesamten Park durchwandern und das klare Wasser sowie die schönen Wasserfälle bestaunen. Somit wurde der Urlaub mit einem großen naturellen Highlight beendet.
Fazit
Die Kreuzfahrt in der Adria lohnt sich besonders, wenn man möglichst schnell und bequem viele verschiedene Reiseziele und Länder sehen will. Uns ist es gelungen, ganze sieben Länder in 14 Tagen zu erkunden. Außerdem zeichnet sich die Adria durch viele kompetente deutschsprachige Guides aus, was das Erkunden der vielen Länder ebenfalls deutlich erleichtert.
Auf der anderen Seite handelt es sich - entgegen meines persönlichen Geschmackes - um eine Reise mit wenigen Seetagen. Das Angebot auf dem Schiff kann bei derart vielen Landausflügen nie ganz ausgeschöpft werden. Viele Landtage können anstrengend sein, weshalb es sich empfiehlt, sich auf dem Schiff zu entspannen.
Im Juli oder im August ist ein Aufenthalt im Mittelmeerraum nicht empfehlenswert. Aufgrund der im September recht angenehmen sommerlichen Temperaturen waren die Städte stark überfüllt. Auf dem Schiff waren die Außendecks ideal nutzbar, bei voller Auslastung der Kapazitäten des Schiffes aber auch ziemlich überfüllt, sodass es meist einen erbitterten Kampf um die freien Liegen, ganz in deutscher Manier, gab. Aufgrund der hohen Auslastung der Außendecks war das kulinarische Angebot innerhalb des Schiffes manchmal leicht begrenzt, da die Bars mit Ausnahme der TUI Bar frühestens nachmittags öffneten. Wer sich also nach Ruhe und Entspannung sehnt, hält sich idealerweise in den Bars oder im Spa-Bereich auf.
Das Showprogramm war auf dieser Reise mit sechs verschiedenen Gastkünstler*innen (drei je sieben Tage), darunter die Sängerinnen Terri Green & Dynelle Rhodes, Comedian Jonas Greiner und die Sängerin Ikenna Amaechi, sehr umfangreich gestaltet. Auch das talentierte Gesangs-Ensemble, das begabte Tanz-Ensemble und der herausragende Conférencier Tobias Roloff waren sehr unterhaltsam und sehenswert. Besonders die Shows im Theater waren qualitativ sehr hochwertig gestaltet. Die Abendshows auf dem Pooldeck konnten hingegen weniger überzeugen, weil sich das dortige Areal nicht sehr gut für umfangreiche Shows eignet.
Die Vielfalt der Reiseziele und das stets präsente Bordprogramm machten die Kreuzfahrt zu einem hervorragenden Erlebnis, welches besonders für aktivere und abenteuerfreudige Tourist*innen geeignet ist.























































